Aus Keltoi´s Feder...

...floss hin und wieder etwas zu Papier, was ich gerne mit Euch teilen möchte.
Einige der Texte sind schon etwas älter, also bitte nicht wundern *g*

* Gedichte

- Du (Sommer 1992)
- Fragment (ca. 1996)
- Rabe (Juli 1997)
- Dahinter (Frühjahr 2002)
- Atemlos ( Frühjahr 2002 )
- Vereint (Juni 2003)
- Dunkel ( Mai 2004 )
- Verzaubert (Sommer 2004)



* Andere Texte

- Myotis
- Warum das Athame...
- Sam and Jack (böse Satire)
- Agent Jay goes Britain (Sam and Jack II)




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Gedichte


Du ( Sommer 1992 )

Wie ein Licht in schwarzer Finsternis,
wie ein Lied, das die Stille der Trauer,
der Einsamkeit zerreisst
Wie ein wärmender Sonnenstrahl
nach Jahren der Kälte
Wie ein Brunnen in der Wüste
Wie eine blühende Blume in karger Steppe

So bist Du!

Ein Schimmer der Hoffnung
Ein Zufluchtsort
Eine Offenbarung

Wie eine Brücke über einen reißenden Strom
Wie der Ruf: "Land in Sicht!"
nach Wochen auf hoher See
Wie ein Rettungsring,
den man einem Ertrinkenden zuwirft

So bist Du
für mich!

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Fragment (um 1996 herum)

(Von diesem Text ist nurnoch ein Fragment erhalten, da ich anscheinend mein Tagebuch in irgend einer Flüssigkeit gebadet hatte...)

Ich kann Dich spüren
Der Hauch Deiner Gedanken
trocknet meine Tränen
Das Licht Deiner Augen
wärmt meine Seele
Der Schlag Deines Herzens
lässt mein Blut strömen
Die Zeit steht still
und vergeht doch zu schnell
Ein Schimmer wie von 1000 Kerzen
umgibt uns
-Nur wir beide
doch nur für den Moment
-Zwei Welten
die sich nur kurz berühren
Der Versuch, den Moment zu halten
scheitert kläglich
-Und doch gebe ich nicht auf
Dich zu lieben!

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Rabe ( Juli 1997 )

Tödliche Stille
Finsternis umgibt mich.
Ein Meer aus eisiger Kälte
droht mich zu ertränken.
Auf der Suche nach Freiheit
gefangen im Nichts.
Niemand da, der meine Schreie hört,
leichenkalte Hände
greifen nach meinem Herzen, frieren meine Seele ein.
-Gib auf!

Doch plötzlich kann ich hören.
Flügel schlagen im Wind,

der Schrei eines Vogels in weiter Ferne...
Ich finde mich wieder
in einem Kreis aus Steinen.

Ich schließe meine Augen,
spreize meine schwarzen Flügel,
lasse mich tragen vom Wind.
Ich fliege davon - fliege mit den Raben

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Dahinter (Frühjahr 2002)

Kennst Du das Brennen hinter der Seele?
Kennst Du die Leere hinter der Stirn?
Kennst Du den Fluss des Lebens,
der hinter meinem Rücken fließt?
Dann weißt Du, was ich fühle,
Wenn Du auf die Stelle hinter meinen Augen siehst.

Kennst Du das Dunkel hinter leeren Fenstern?
Kennst Du die Kälte hinter alten Mauern?
Kennst Du den Schmerz in meiner Stimme,
die hinter blassen Lippen bebt?
Dann weißt Du, wo ich weine,
wenn Du zu dem Bild hinter meinen Worten sprichst.

Kennst Du die Melodie hinter der Zeit?
Kennst Du die Worte hinter dem Sinn?
Kennst Du die Stille der Dinge,
die hinter gefrorenem Atem stehn?
Dann weißt Du, wo ich warte,
wenn Du auf der Straße hinter meinem Dasein gehst!


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Atemlos ( Frühjahr 2002 )

Atemlos, ohne Willen
der Dinge harren, die vielleicht nie gescheh'n

Atemlos, ohne Mut
vor dem Abrugnd stehen und nicht nach unten sehn?

Atemlos, ohne Hoffnung,
Worte sprechen, ohne sie zu verstehn?

Atemlos, ohne Wärme
Der Erinnerung an Feuer und Leidenschaft entgegen gehn?

Atemlos, ohne Leben
auf dürrem Boden liegen und mit der Zeit verwehn?

Oder Atem schöpfen
und voller Mut
mit neuer Hoffnung,
Wärme
Kraft
Den Schritt zurück ins Leben gehn!


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Vereint (Juni 2003)

In Deinem Blick will ich ertrinken
Von Deiner Nähe mich berauschen
In Deine Arme lass mich sinken
Dort lass uns süße Küsse tauschen

Voll Sehnsucht harr' ich Deiner Hände
Von Deinem Duft bin ich betört
Erwartend, dass Dein Mund mich fände
hab ich sogleich nur Dir gehört

Jetzt spür ich Deine Haut auf meiner
Empfangen will ich Dich voll Gier
Uns're zwei Körper sind nun einer
bis ich durch Dich mich bald verlier

Komm, schließ die Augen nun, mein Herz
Voll Wonne will auch ich es tun
An Deiner Seite ist der Schmerz
des Lebens fort; hier kann ich ruh´n.


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Dunkel ( Mai 2004 )

Wolken zieh'n am Himmel auf
doch gleiten nicht vorüber
sind schwer und schwarz, ich frage mich:
"Wann scheint die Sonne wieder?"

Die Dunkelheit kriecht über's Land
sie greift mit kalter, klammer Hand
nach dem, was einst mein Herz,
was meine Seele war.
Eben noch warst Du mir nah
-geblieben ist nur Schmerz.

Ich hülle mich in Einsamkeit,
die bleiern mich erdrückt.
Dein Lächeln -längst Vergangenheit
lässt mich im Sturm zurück!


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Verzaubert (Sommer 2004)

für Tobias, meine große Liebe

Jeden Tag verzauberst Du mich.

Ein Lächeln von Dir lässt mein Herz singen.
Deine Lippen, in denen ich ertrinken möchte,
die Verheißung ewigen Glücks.
Deine Augen, in denen ich mich auf immer verlieren könnte,
die Prophezeiung unendlicher Freude.
Dein Atem auf meiner Haut, der zärtlich mich liebkost,
die Ahnung eines immerwährenden Frühlings.
Deine Umarmung, aus der ich mich nie mehr lösen möchte,
das Versprechen unendlicher Geborgenheit.
Deine Hand, in die Du sanft die meine nimmst,
die Gewissheit eines tiefen Vertrauens.
Deine Gegenwart lässt mich in einen Traum
von ewiger Liebe versinken.

Und mit jedem Tag verzauberst Du mich
ein Bisschen mehr!



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Andere Texte


Myotis
Diese Geschichte ist dem Bereich "Fantasy" zuzuordnen. Einige der Elemente, insbesondere die Trancereise sind jedoch durchaus real. Vieles von dem, was die Protagonistin erlebt, ist so oder so ähnlich von vielen Menschen tatsächlich erlebt worden. Es handelt sich um einen Initiationsritus, einen symbolischen Akt des Sterbens und der Wiedergeburt, wie er in vielen Traditionen erlebt wird.

Für einen kurzen Moment brach der Mond ein Loch in die finstere Wolkendecke um die Welt in seinem fahlen Licht zu baden. Einen Herzschlag lang konnte man den Weg erahnen, der sich an die Felsen schmiegte.
Dort, wo er eine Biegung machte und aus dem Blickfeld verschwand, trat eine junge Frau hinter einem Felsen hervor, der die Sicht auf den Pfad versperrte. So weit man es im Mondschein erkennen konnte, war sie mittelgroß, etwas pummelig und hatte lange kastanienbraune Haare. Und sie war vollkommen nackt.

Sie hatte keine Angst, jedenfalls versuchte sie ganz fest, das zu glauben. Es war ihr verboten, ein Licht bei sich zu tragen, doch obwohl sie den Weg nicht sehen konnte, war ihr Gang sicher. Unzählige Male war sie ihn bereits gegangen und hätte selbst im Schlaf herauf gefunden, doch nie zuvor war sie allein hier gewesen und nie ohne eine Fackel. -Es sagte sich so leicht: etas blind beherrschen,... Doch jetzt, wo es darauf ankam, war ihr wirklich etwas flau im Magen.
Ihr Herz schlug heftig. Und zwar nicht etwa, weil der Aufstieg so lang und steil war . Sie wußte, wenn sie einen falschen Schritt tat, konnte sie den Abhang zu ihrer Rechten hinabrutschen und in den Fluss stürzen, der zu dieser Jahreszeit auch einem erfahrenen Schwimmer schnell den Tod bringen konnte. Und dann auch noch bei Nacht! Niemand würde sie sehen und retten.
Leise Zweifel beschlichen sie. Was, wenn das, was sie tat, nicht das Richtige war? Sie fühlte, wie sich ihre Brust zusammenkrampfte. Die Hochstimmung, die sie noch am Morgen erfüllt hatte, war im Laufe des Tages zuerst einer leichten Anspannung und dann einem mulmigen Gefühl im Bauch gewichen. Um ihre Angst zu besiegen aber auch um den Segen der Göttin zu erflehen fing sie leise an zu singen "Isis, Astarte, Diana, Hekate, Demeter, Kali, Inanna..."

Sofort fühlte sie sich besser. Sie wußte, dass sie nicht stürzen würde, dass sie die Prüfung, die vor ihr lag, bestehen würde und dass sie auch morgen noch bei ihren Schwestern würde wohnen dürfen. Ein plötzliches Geräusch ließ sie zusammenzucken. Was war das? Ein Knistern im Unterholz. Hier gab es doch keine wilden Tiere, oder? Und wenn, würden sie ihr dann etwas antun wollen? Sie konzentrierte sich auf das, was man sie während des letzten Jahres gelehrt hatte. Ruhig atmen, die Sinne ausstrecken, die Füße mit dem Boden und den Kopf mit dem Himmel verschmelzen lassen. Nun, da sie eins mit der Mutter war, spürte sie das Leben, das sie umgab. Immer wieder war es ein erhebendes Gefühl. Teilzuhaben am Leben. All die vielen Tiere und Pflanzen, die sie nun spüren konnte, ließen sie kurz ehrfürchtig erschaudern. So still diese Nacht auch war, sie war doch voller Leben. Die Geschöpfe der Nacht waren eifrig damit beschäftigt, ihr Überleben zu sichern. Sie jagten, gruben Wurzeln aus, pflückten Blätter und Beeren, ... Und nun erkannte sie auch die Ursache des Geräuschs: Sie hatte einen Igel aufgeschreckt.
Erleichtert zog sie sich wieder zurück, um sich ihrer eigentlichen Aufgabe zu widmen. Sie wollte die Höhle in der Felswand aufsuchen, in der auch ihre Schwestern von der Göttin berührt worden waren. Die Geburtshöhle wurde sie genannt. Und sie sollte dort hineingehen, um wiedergeboren zu werden. Die Geschichte um Innanas Abstieg in die Unterwelt kam ihr in den Sinn. Ob das, was vor ihr lag, wohl tatsächlich ähnlichkeit damit hatte? Shandra hatte ihr gegenüber einmal so eine Bemerkung gemacht. Aber man würde sie dort wohl kaum töten und ihren Leichnam mit Haken an der Wand aufhängen wollen! Wiedergeburt war wohl in dem Zusammenhang eher symbolisch gemeint.
Sie schüttelte den Kopf. Um die Bilder, die sie nun unweigerlich im Kopf hatte, abzuschütteln, erinnerte sie sich an das, was Cecile ihr gesagt hatte: Im Bassin vor der Höhle sollte sie sich reinigen und dann in die Höhle hinabsteigen. Das allein konnte nicht so schwierig sein, doch sie konnte sich nicht vorstellen, dass Cecile ihr die ganze Wahrheit gesagt hatte...!
Cecile tat ohnehin oft geheimnisvoll und gab selten eine andere Antwort als "Finde es selbst heraus!" Die Frau musste schmunzeln, als sie daran dachte, wie oft sie ob dieser Antwort entnervt aufgestöhnt hatte. Nach einem Jahr freilich wusste sie nun, dass diese Antwort ihr mehr gegeben hatte, als jede andere, doch das zu lernen war ein harter Weg. Und es war ein Weg ohne Ziel. Und doch würde sie ihn gehen, wohin er sie auch führen mochte. Im Moment führte dieser Weg sie nackt und ohne Licht einen Berg hinauf, ohne die leiseste Ahnung, was sie dort erwarten würde... "...find´s raus..." Fast meinte sie, Ceciles flüstern zu hören.

Als der Wind die Wolken endgültig vom Himmel gefegt hatte, wurde sie von einem wundervollen Sternenhimmel begrüßt. Im hellen Mondlicht erkannte sie, dass sie das Plateau vor dem Höhleneingang schon fast erreicht hatte. Nur noch wenige Meter trennten sie von dem Becken, dessen eisiges Wasser sie gleich in Empfang nehmen würde. Doch durch den steilen Aufstieg war sie ein wenig außer Atem gekommen. So nutzte sie die Zeit, die sie sich zum Atem schöpfen nahm, um sich ein Wenig umzusehen. Wie verändert hier alles aussah, wenn der Platz nur vom Schein der Mondin beleuchtet wurde. Ohne ihre Schwestern und ohne das große Feuer, das sonst in der Mitte des Platzes brannte, wirkte dieser Ort seltsam groß und leer. Fast gespenstisch, als hätte die Welt für einen Augenblick den Atem angehalten. Vor ihr lag der Eingang zur Höhle, neben dem die Quelle aus dem Fels brach. Das Becken, das von dieser Quelle gespeist wurde, war ein rechteckiges Loch im Stein, das etwa doppelt so lang wie breit und an der tiefsten Stelle etwa zwei Meter tief war. Sein Abfluß war von der Oberfläche aus nicht zu erkennen. An der Stirnseite führten steinerne Stufen hinab, sodass man das Becken gut betreten und verlassen konnte. Als sie sich dem Wasser näherte, sah sie auf dem Rand, der auf beiden Seiten etwas erhöht war, ein Bündel liegen.
Neugierig näherte sich die Junge Frau. Sie öffnete das Päckchen und sah, dass sich darin zwei Stoffbeutel befanden, die zweifellos die Kräuter, mit denen sie sich reinigen würde, enthielten. Sie nahm die Beutel in die Hand und roch daran. Sie wußte, was sie enthalten würden und richtig, der erste Beutel verströmte den säuerlich-herben Duft von Salbei. Sie liebte diesen Geruch. Aus dem zweiten strömte ihr der schwache Zitrusgeruch des Eisenkrauts engegen. Nun hieß es noch einmal tief durchatmen! Sie wußte, die Zeremonie hatte begonnen. Sie hatten den Aufstieg geschafft und die Sterne und die Mondin leuchteten ihr Mut zu. Keine Wolke war mehr am Himmel zu sehen, und da sie sich auf dem Hochplateau befand, verdeckte nun auch kein Baumwipfel mehr den Blick zu den funkelnden Lichtern. Unter anderen Umständen wäre sie gerne hier geblieben. Hätte sich auf den Boden gelegt und die Stimmung in sich aufgenommen. Aber sie war hier, weil sie etwas zu erledigen hatte. Etwas wichtiges. Etwas, das ihr Leben für immer verändern würde.
Als sie die erste wasserbedeckte Stufe der Steintreppe betrat, dachte sie, ihr Herz sei für einen Moment stehen geblieben. Himmel war dieses Wasser kalt! Wie sollte sie es bloß schaffen da hinein zu gehen? Millimeter für Millimeter arbeitete sich voran. Die Kniekehle ist die schlimmste Stelle, versuchte sie sich einzureden. Wenn die erstmal geschafft ist... Doch dann kamen die Innenseiten der Oberschenkel. Und dann der Bauch... Irgendwie ist doch alles gleich schlimm, dachte sie japsend und stellte fest, dass ihr Atem, der sich nach dem Aufstieg gerade beruhigt hatte, nun wieder schneller ging. Es stellte sich bereits ein leichter Schwindel ein und ihre Fingerspitzen fingen an, zu kribbeln. Daher zwang sie sich, ruhig und nicht zu tief zu atmen. Endlich hatte sie es geschafft. Sie stand bis zum Bauch im Wasser. Sie öffnete den ersten Beutel und sprach:
" Oh Kraft, die Du im Salbei wohnst. Leihe diesem Wasser Deine Essenz, um meinen Körper zu reinigen. "
Während sie diese Worte sprach, ließ sie die getrockneten Blätter aus dem Beutel in das Becken rieseln. Sorgfältig legte sie das nun leere Behältnis auf dem Beckenrand ab. Dann hob sie erneut die Stimme und sagte:
" Oh Kraft, der heiligen Verbena. Leihe diesem Wasser Deinen Geist, um meine Gedanken zu klären. ",
während sie dem Wasser das Eisenkraut zugab. Auch den zweiten Beutel legte sie auf dem Rand des Bassins ab. Dann schöpfte sie mit beiden Händen Wasser aus dem Becken und rezitierte den Rest der Formel, die sie schon so oft gesprochen hatte:
" Ich schöpfe dieses geweihte Wasser. Beseelt durch die Essenz heiliger Kräuter möge es meinen Körper in ein reines Gefäß verwandeln. "
Mit diesen Worten goss sie sich das Wasser über den Kopf. Sie schöpfte eine weitere Handvoll Wasser.
" Ich schöpfe dieses geweihte Wasser. Beseelt durch den Geist heiliger Kräuter möge es meinen Verstand klären und meinen Willen stärken. "
Wieder goss sie sich das Wasser über die Haare, die nun feucht und strähnig auf ihren Rücken hinabhingen. Ein letztes mal hob sie nun ihre Stimme an und diesmal waren die Worte neu:
" Ich trinke dieses geweihte Wasser, um Körper und Geist zu stärken, auf dass Deine heiligen Kräuter, oh Göttin, mir die Kraft geben mögen, ..." -hier heil wieder raus zu kommen-, dachte sie " ...heute Nacht in Deinen Armen wiedergeboren zu werden! "
Mit einem großen Schluck trank sie das Wasser, das sie geschöpft hatte, damit es ihr nicht zwischen den Fingern hindurchrinnen konnte. Es schmeckte -nicht nur wegen der Kälte- unglaublich frisch. Sie hielt kurz die Luft an und tauchte einmal in das Becken. Prustend tauchte sie wieder auf. Was hatte sie sich nur dabei gedacht? Würdevoll wollte sie diese Zeremonie begehen und nicht wie ein Kind im Wasser herumplantschen. Aber es hatte sie ja, der Göttin sei dank, niemand gesehen,...

Leicht fröstelnd stieg sie die Steinstufen wieder empor. Ihre Haut prickelte, und kaum dass der erste Windhauch ihre feuchte Haut streifte, fühlte sie, wie die Häärchen an ihren Armen und Beinen sich aufstellten. Nun aber schnell in die Höhle, wo es wenigstens windgeschützt war! Frierend und zähneklappernd erreichte sie den Eingang. Mit einer Mischung aus Furcht, Neugier und dem Drang, ins Warme zu kommen, betrat sie die Höhle. Ein dunkles Loch im Felsen. Und sie war immernoch nackt. Sie war froh, dass ihre Mutter sie nicht sehen konnte. Die hätte dafür natürlich kein Verständnis aufbringen können. Genauso wie sie für die verrückten Phantasien ihrer Tochter, wie sie sich auszudrücken pflegte, nie Verständnis hatte aufbringen wollen. Deswegen war sie auch weggelaufen. Damals. Damals, wie das klang. Als sei es schon ewig her gewesen. Dabei war seither erst ein Jahr vergangen. Ein Jahr und ein Tag, um genau zu sein. So lange lebte sie bei den Menschen, die sie zum ersten mal in ihrem Leben wirklich verstanden hatten. Und wenn sie ohne Kleidung zurück kam, dann würde sie diese neue Familie verlieren. Sie müßte fort gehen und wäre auf sich gestellt. Als ob dieser Gedanke ihr neue Kraft gegeben hätte, spürte sie, wie sich die Muskeln auf ihrem Rücken strafften. Sie atmete tief ein und wusste: Ich schaffe es! Morgen würde sie Priesterin sein und voll anerkanntes Mitglied der Gemeinschaft, die ihr in diesem einen Jahr mehr gegeben hatte, als ihre Familie in den ganzen 19 Jahren davor.
Blinzelnd bemerkte sie, dass es in der Höhle gar nicht so dunkel war, wie sie zunächst angenommen hatte. Sie befand sich in einem kleinen fast runden Raum, dessen Boden mit Geröll und Felsen bedeckt war. Im hinteren Teil des Raumes klaffte ein Spalt in der Wand, hinter dem sie ein flackerndes rötliches Licht erkennen konnte. Gespannt ging sie darauf zu. Die junge Frau hatte kaum den Spalt im Fels erreicht, als sich von einem der Steinblöcke ein in dunkle Gewänder gehüllter Schatten löste. Mit fester Stimme fragte die Gestalt: "Ich bin die Wächterin der dunklen Mutter, in deren Reich Du auf diesem Weg gelangst. Was ist Dein Begehr?" Allen Mut zusammennehmend antwortete sie "Ich will Deiner Herrin ins Angesicht blicken!" "Der dunklen Mutter gegenüberzutreten bedeutet Deinen Tod. Ist es dennoch Dein Wille, ihr zu begegnen?" Allen Mut zusammennehmend entgegnete sie: "Ja, es ist mein Wille. Geburt, Tod und Wiedergeburt, das ist der Lauf allen Lebens. Und ich bin bereit, mein Schicksal anzunehmen." Lautlos trat die Gestalt zurück, um mit den Schatten der Höhle zu verschmelzen. Dabei gab sie den Weg zu dem Durchgang frei. Ein innerer Instinkt versuchte, die nackte Frau zum Umkehren zu bewegen. "Flüchte, solange Du noch kannst!" rief ihr überlebenswille ihr zu. Eine leichte Welle der übelkeit brandete in ihr hoch und nur mühsam konnte sie sich zum Weitergehen zwingen. Sie atmete noch einmal tief ein und zwängte sich dann durch den engen Durchgang. Die Luft auf der anderen Seite war von Weihrauch erfüllt, unter dessen süßliches Aroma sich ein weiterer Geruch gemischt hatte. Schwer und würzig, fast beißend, stieg der Duft brennender Kräuter in ihre Nase. Fast wurde ihr ein wenig schwindlig davon. Der Nebel, der zweifellos von der Räucherung herrührte, war so dicht, dass man den Weg, der tiefer in die Höhle führte, kaum noch erkennen konnte. Das rötliche Flackern um sie herum ließ Fackeln an den Wänden erahnen, überall huschten Schatten an ihr vorüber. Langsam, Schritt für Schritt folgte sie dem Weg, der nun leicht bergab führte. Warm und weich wie Watte fühlte sich der nackte Fels unter ihren Füßen an, während sie ins Innere der Höhle vordrang. Endlose Minuten ging sie, begleitet vom lauten Pochen ihres Herzens und den allgegenwärtigen zuckenden Schatten. Sie konnte nicht sagen, wie lang sie gelaufen war, als sich der Nebelschleier lichtete und sie sah, dass sie am Ende der Höhle angekommen war. Vor ihr auf einem Thron aus Stein saß eine Gestalt, die sich nun, angesichts des Besuchers langsam erhob. Mit einer Stimme, die keinem lebenden Menschen gehören konnte sprach sie:"Ich bin die Herrin des Totenreiches. Ich bin das Ende jeden Lebens. Ich bin die Erfüllung des Schicksals." Noch ehe sie darüber nachdenken konnte, was sie darauf entgegnen sollte, spürte sie, wie ihre Lippen einen Satz formten: "Ich komme, um mein Schicksal anzunehmen. Lass mich den Tod finden, um bereit zu sein für das Geschenk der Wiedergeburt." "Wie ist dein Name?" Diese Stimme konnte einen das Fürchten lehren. "Meinen Namen legte ich mit meinen Kleidern ab. Nackt und namenlos stehe ich vor Dir, oh Herrin, denn in Deinem Reich sind weder Name noch Stand von Bedeutung." "Dann tritt vor, meine Tochter." Fast schien es, als wollten ihre Füße ihr nicht gehorchen, doch schließlich schaffte sie es, einen Schritt auf den Thron zuzugehen, um vor der dunklen Mutter niederzuknien. Fast liebevoll und dennoch mit festem Griff hob die majestätische Gestalt die junge Frau auf. "Sieh mir in die Augen, meine Tochter!"

Als sich die Blicke trafen, spürte sie einen scharfen Schmerz, der von ihrem ganzen Körper besitz ergriff. Ihr Herz krampfte sich zusammen und wo zuvor noch das pochende Rauschen in ihren Ohren gedröhnt hatte, breitete sich nun Stille aus, als die Göttin sie küsste. Schwärze trat vor ihre Augen und sie fühlte einen tiefen inneren Frieden. Sie trieb auf einem Fluss, dessen warmes Wasser sie sanft schaukelte. Dumpfe Töne drangen durch die Stille, ein Lachen, wie aus weiter Ferne, ein rhythmisches Klopfen, das von Trommeln oder einem Herzschlag herrühren konnte. Sie fühlte sich geborgen. Alle Angst, alle Sorgen waren nun Vergangenheit. Fortgespült von dem Wasser, das sie trug. Sie hätte sich noch ewig diesem Gefühl hingeben mögen, als eine Welle über ihr zusammenschlug. Sie tauchte ein in den Fluss des Lebens und fühlte sich magisch angezogen von einem Licht tief unter ihr. Neugierig schwamm sie darauf zu. Es war eine Höhle unter Wasser, durch die das Licht drang. Der Eingang war schmal und sie fragte sich, ob sie es wohl schaffen würde, sich hindurch zu zwängen. Doch der Stein war glatt, keine Kante stand hervor, an der sie sich hätte verletzen können. Angelockt von dem Licht steckte sie nun ihre Arme und gleich darauf ihren Kopf in die öffnung, dann versuchte sie, auf der anderen Seite einen Halt zu finden, an dem sie sich duch das Loch ziehen konnte. Mit einem Ruck zog sie sich hindurch und schlug auf der anderen Seite hart auf dem Boden auf. Ihr wurde schwarz vor Augen.

Als sie wieder zu sich kam, fand sie sich vor der öffnung in der Felswand wieder. Es roch immernoch schwach nach den Kräutern und dem Weihrauch, doch die Fackeln waren bis auf jene, die neben dem Eingang in einem eisernen Fackelhalter angebracht war, erloschen. War sie am Ende beim Betreten der Höhle gestürzt und hatte das alles nur geträumt? Hatte sie die Prüfung nicht bestanden und die Fackeln waren erloschen, weil ihre Schwestern wieder gegangen waren? Sie spürte schon die Tränen in sich aufsteigen, als ihr Blick auf ein Bündel fiel, das neben dem Durchgang auf einem Steinquader lag. Eine Robe! Sie würde nicht nackt zu ihren Schwestern zurückkehren. Das musste bedeuten, dass sie nun eine Priesterin war! Sie ließ ihre Hände über den festen, dunkelblauen Wollstoff gleiten. Dann konnte nichts mehr sie davon abbringen in ihre neue Kleidung zu schlüpfen. Auch ein schmaler aus Leder geflochtener Gürtel lag für sie bereit, den sie sich sofort umlegte. Sie nahm die Fackel aus dem Halter und trat durch den Spalt. Als sie in der Höhle ankam, setzte plötzlich Trommelschlag ein. All ihre Schwestern waren hier versammelt, um die neue Priesterin in ihrer Mitte zu feiern. "Willkommen zu Hause, Myotis!" sagte Cecile, deren Stimme nun wieder menschlich klang. "Und, wie war´s?" bestürmte eine Novizin sie neugierig. In diesem Moment wusste die Frau, die nun Myotis hieß, dass es auf manche Fragen eigentlich nur EINE gute Antwort gibt. Eine Antwort, die so wenig sagt und doch so viel. Eine Antwort, die ihr selbst nie genug gesagt hatte. So lächelte sie die Novizin an und gab ihr diese einzige Antwort: "Find´s raus!"




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Warum das Athame eigentlich dem Wasser zugeordnet sein sollte...
Der folgende Text entstand aus einem Chat zwischen mir und Delphyne.
Zur Erklärung: Stab, Pentakel, Kelch und Athame sind Werkzeuge, die in einigen heidnischen Ritualen verwendet werden.Sie symbolisieren, und da ist man sich einig, die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde.
Allerdings gibt es in der verschiedenen Strömungen des Neo-Paganismus unterschiedliche Ansichten, was die Zuordnung der einzelnen Werkzeuge -insbesondere Athame und Stab- betrifft.Delphyne und ich fanden diese ganze Diskussion ziemlich albern, weswegen wir im Chat irgendwann anfingen, rumzuspinnen und das Ergebnis hab ich dann mal zusammengefasst. Ich nehme an, für Nicht-Heiden ist der Text uninteressant, aber da sich vielleicht auch mal die eine oder andere Hexe auf diese Seite hier verirrt, hab ich ihn einfach mal hier reingestellt ;-)

Es waren einmal zwei aufstrebende junge Hexen. Sie saßen eines Abends in ihrem stillen Kämmerlein und unterhielten sich über dies und das, bis die Frage aufkam, warum nun eigentlich so manch´ Hex´ den Stab dem Feuer und das Athame der Luft zuordnet und mach´ ander´ Hex´ genau umgekehrt... Dabei fanden die beiden Hexelein das ganze sehr eigenartig, denn für sie war klar, dass es in Wirklichkeit alles ganz anders war!

So schrieben sie, um ein für allemal jegliches Mißverständnis aus der Welt zu schaffen, die einzig logische Zuordnung der Werkzeuge und Elemente auf, auf dass nie wieder ein verzweifelt´ Hex´ dies durcheinanderbringen würde!

Pentakel: Das Pentakel hat in Form und Größe ähnlichkeit mit einem Diskus. Dementsprechend hat es auch dessen Flugeigenschaften und wird somit logischerweise dem Element Luft zugeordnet. Es wird verwendet, um böse Geister durch gezielte Würfe abzuwehren.

Kelch: Aus zwei Gründen wird der Kelch dem Feuer zugeordnet: 1. Kann man glühenden Wein oder besser Feuerwasser hineingeben, damit auch bei Ritualen im Winter das Skyclad nicht zu dünn ist. 2. wird der Kelch traditionsgemäß aus Ton gebrannt, ist fortan feuerfest und dient dazu, ein kleines Feuer darin anzuzünden, auf dem das Räucherwerk verbrannt wird.

Stab: Der Stab besteht aus Holz, erstens wächst dieses in der Erde und zweitens wird es zu Erde, wenn es zu modern beginnt. Daher wird der Stab der Erde zugeordnet.

Athame: Hier sind die beiden Hexlein etwas uneinig, wieso es dem Wasser zugeordnet wird. Einig ist man sich nur, dass Wasser nicht nur nach dem Ausschlußprinzip definitiv richtig ist. Hexe D. meint wegen all dem Blut (welches auch flüssig ist) muß es regelmäßig in die Spülmaschine. Hexe K. allerdings meint, dass eine gute Küchenhexe ihr Athame zum Zwiebelnschneiden bennutzt. Und dass da bekanntlich viele Tränen fließen rührt daher, dass Messer in Verbindung mit Zwiebeln einen mächtigen Elementaren Zauber der Wasserherbeirufung wirken. Da die Zwiebel dem Element Erde zugeordnet wird, muß das Wasser vom Athame herrühren!!!




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Die Geschichte von Sam und Jack
Dieser Text ist nicht unproblematisch. Er ist ein satirisch-philosophisches Gespinst und ziemlich provokativ.
Ich kann mir gut vorstellen, dass gläubige Christen sich stark auf den Schlips getreten fühlen, wenn sie diesen Text lesen. Ich will damit aber niemanden kränken, deswegen bitte ich dringend darum, diesen Text nicht zu lesen, falls Du Dich als gläubigen Christen bezeichnest.
Der Text beschäftigt sich mit der hypothetischen Frage, was wäre wenn... ...Gott in Wirklichkeit garnicht der "Gute" und Satan nicht der "Böse" wäre? Was, wenn Gott nur im Rahmen einer riesigen PR-Aktion alles danach aussehen lassen wollte? In dem Text gibt es sprachlich, stilistisch und formal einige Brüche. Das liegt daran, dass der Text eigentlich mal eine Antwort auf ein Posting in einem Forum war. Während des Schreibens bin ich immer mehr in einen Onkel-Hotte-Stil verfallen, um den satirischen Charakter des Textes zu unterstreichen.
Aber Satire hin oder her... Vielleicht ist es nicht weiter von der Wahrheit entfernt, als das, was in der Bibel steht (Besonders im AT, Buch Levitikus, dessen Inhalt zwar schon lange überholt ist, jedoch nie revidiert wurde)
Lieber xxx (Name von mir entfernt, das tut nichts zur Sache)

auch wenn ich gleich haue krieg...

Man könnte doch diese interplanetarische Schlammschlacht noch ein Bisschen weiter ausbauen. Was, wenn alles in Wirklichkeit SO gelaufen ist (und läuft):

Es gibt Gottheit a) und Gottheit b) (Nennen wir sie der Einfachheit halber mal Jackie und Sam) Da beide Götter sind, sind beide sowohl männlich, weiblich als auch geschlechtslos. (Wie gesagt, sie sind Götter und können auch in Paradoxen existieren)Beide haben das Universum von einem Gott, den sie anbeten (und der auch männlich und weiblich oder auch nicht sein kann oder auch eigentlich zwei ist... aber das würde hier zu weit gehen) sozusagen als "Spielplatz" bekommen... (Hey, die Idee gefällt mir immer besser: die Erde (oder vielleicht sogar das ganze Universum) als Teststrecke für Junggötter, wie eine intergalaktische Ameisenfarm...) Und nun sitzen sie seit ein paar Tausend Jahren an ihrem Spiel "Sim Welt" und streiten drum, wer die Macht hat.

Vor ein Paar tausend Jahren nun hatte Jackie die Idee: Ich erschaffe jetzt mal den Menschen... und fing an zu basteln. Was daraus wurde, war zunächst ein geschlechtsloses Wesen, weil Jackie sich nicht entscheiden konnte, welche seiner/ihrer Daseinsformen dem neuen Wesen nun besser stehen konnte. (Jackie war relativ unkreativ, so nahm es sich selbst zum Vorbild für dieses Wesen) So geschlechtslos konnte das Wesen aber nun garnix mit sich anfangen und Jackie fand es auch irgendwie nicht gelungen. Also nahm Jackie das Wesen und teilte es nach dem Vorbild, wie Jackie eben auch war: Mal kreativ denkend, pläne schmiedend, nährend, inspiriert... und dann wieder eher destruktiv, anpackend, ausführend...
Dass es nun vielleicht für ein göttliches Wesen angemessen sein mag, seine beiden gegensätzlichen Seiten so klar zu differenzieren, kann ja sein, denn ein göttliches Wesen verträgt das. Beim Menschen sieht das aber anders aus: So wurde die Frau erstmal ziemlich zickig und wollte den dummen Kerl nicht wirklich in ihrer Nähe dulden. Der Mann wurde brutal und wollte vor lauter Wut sein arrogantes Weib zur Vernunft prügeln. Beide verstanden den anderen in keinster Weise. Also nahm Jackie eine Rippe von dem einen Wesen und tauschte sie gegen die Rippe des anderen Wesens und umgekehrt. So hatte nun jeder auch ein Bisschen von dem anderen... Genug, um sich zu verstehen, wenig genug, um noch verschieden zu sein.
Jetzt dämmerte aber Jackie, dass die beiden bestimmt bald revoltieren würden, wenn sie merken würden, dass sie ihrem Schöpfer so ähnlich waren. Das wollte und musste man unbedingt vermeiden!!! Also stattete er die beiden mit sexueller Begierde aus. Das war leicht, denn beide Teile strebten ohnehin danach, wieder vereint zu sein. In der Paarungszeit dachten die beiden herrlich wenig und Jackie hatte Zeit, den beiden einen Naivitätstrank zu verabreichen, der die beiden empfänglich für seine(ihre?) Lehren machte. Sie glaubten erstmal einfach ALLES, was Jackie ihnen sagte. (Unter anderem auch, dass man Jackie bedingungslos gehorchen mustte, dass die Erde eine Scheibe sei und der andere Typ da, der da evtl auf den Plan träte, ein ganz ein schlimmer ist!!!) Tja, und so dümpelten die beiden vor sich hin und Jackie dachte bei sich: "Den Sieg hab ich in der Tasche" und lehnte sich zurück und verpennte mal eben ein äon. Blenden wir über zu Sam. Was tat Sam in der Zeit? Beobachten! Denn Sam war der hellere von beiden. Er lies Jackie seine Arbeit machen und überlegte, was er tun würde. Die Idee, Wesen zu erschaffen, die ihm dienen sollten, war nicht schlecht, das musste man Jackie lassen. Aber warum sollten die armen denn bitte so willenlos sein? Nur weil Jackie unkreativ war, mussten es diese beiden doch nicht sein, oder? Sam tat das ganze herzlich leid, denn er hatte die zwei liebgewonnen. Außerdem konnten sie ihm bei seinem Plan nützlich sein!!!

Schließlich wollte ja auch Sam das Spiel gewinnen, bei dem zum Sieg ein eigenes Universum zum Austoben winkt! So denkt Sam sich also: Hey, die beiden haben Potential! Wenn die erstmal merken, wie sie von Jackie vera****t werden, sind sie auf meiner Seite und ich hab gewonnen!!! Und da -um das universelle Gleichgewicht nicht zu stören- automatisch zu allem, was geschaffen wird, auch ein Gegenpol entsteht, war natürlich auch schon gegen den Naivitätstrunk ein Kraut (besser gesagt ein Apfelbaum) gewachsen.
Da Sam ja wusste, dass die naiven Typen, die da dauernd wild poppend im Paradies rumlungerten, ja ihrem Boss (denn er hatte sich ihnen gegenüber für seine männliche Form entschieden, um autoritärer zu erscheinen) blind ergeben waren und Sam deswegen für die Ausgeburt des Bösen hielten, musste eine List her. Er verwandelte sich also in eine Schlange und wandte sich an Eva, die die intelligentere von beiden Menschen war,als Adam grade hinter einem der damals noch reichlich wachsenden Büsche verschwunden war, und sprach zu Ihr: "Du, hey Du, ja DU (oder siehst Du hier sonst noch irgendjemanden?) Komm mal her. Hier ist ein leckerer Apfel und ich weiß, wenn Du ihn isst, dann wird Dir ein Licht aufgehen!" Eva fand die Idee ganz klasse, denn es wiederstrebte ihr, so naiv-dümmlich aus der nicht vorhandenen Wäsche zu gucken! Also biss sie -dank Blendax Antibelag- kraftvoll in den Apfel und da fiel es ihr wie Schuppen aus den Haaren: "Jackie hat uns aber voll angeschmiert. Und er hat uns nichtmal was zum Anziehen dagelassen!"

Was danach geschah, ist ja bestens bekannt. Aber lasst Euch eins gesagt sein: Sam wollte uns nur helfen, aber da Adam nur ein kleines Stückchen von dem Apfel abbekommen hatte (Klar, Eva gab ihm nur so viel, wie nötig war, damit er seinen eigenen Kopf zu benutzen begann) und ihm der Bissen auch noch im Halse stecken blieb, weil er den Mund (typischerweise) zu voll genommen hatte, glaubte er lieber weiter an die Story vom guten Jack.

Tja. Sam hielt sich meistens aus der Geschichte raus, denn Es wusste, die Leute würden früher oder später auch so begreifen, dass an den üblen Gerüchten, die Jack gestreut hatte, nichts dran war. Jack aber, der Sams Angebot als das durchaus attraktivere sah, setzte das einzige Mittel ein, das er noch zur Verfügung hatte: Strafe! Jeder, der ihm nicht blindlings folgte, bekam eins auf die Mütze. Das ging sogar irgendwann so weit, dass er eine riesige Sintflut anzettelte. Und hätte Sam nicht heimlich ein Paar Leute auf eigene Faust gerettet, dann wären wir alle nun ganz schlimme Inzuchtprodukte, weil wir alle von Familie Noah abstammen würden. (Gott sei dank, der Satan als Retter unseres Genpools!!!) ;)

Tja. Und dann fragt sich wirklich: Wer ist denn nun der Gute und wer der böse.

Ja, also, ähem. Die Sintfut... Jack hat also tatsächlich seine ganze Schöpfung, bis auf einige wenige Exemplare ausradiert. Doch gegen Ende hin kam ihm der Gedanke: "Auweh. Das gibt bestimmt keine Erfahrungspunkte. Was, wenn jetzt Sam der Boss wird... Ich kann auf Dauer mit der ewigen Straferei vielleicht doch keinen Blumentopf gewinnen und schon garkein eigenes Universum." Also beschloss er kurzerhand erstmal von weiteren globalen Strafmaßnamen abzusehen. Die paar Leutchen, die noch übrig waren ( Die da hießen Noah, Frau Noah, Sem, Frau Sem, Ham, Frau Ham, Japhet und Frau Japhet - Möglicherweise hat Jack sie auch nicht übriggelassen, weil sie ihm so treu ergeben waren, sondern weil sie genauso einfallslos waren, wie er selbst, oder warum sonst hätten sie ihre Frauen nach dem Kriterium auswählen sollen, dass die alle den gleichen Namen haben wie ihre Männer...) waren ja für ihre Gottesfurcht bekannt und nach der Sache mit der Sintflut wußten sie: "Jack könnte, wenn er wollte, also immer schön brav bleiben, sonst gehen wir als nächstes den Guli runter"

Und Jack sah die Furcht und sah, dass sie gut war und wußte, so harte Bandagen würde er nie wieder benutzen, denn dann hätte er im großen Spiel endgültig verloren. So setzte er nur noch schnell eins obendrauf und beschloss, demnächst einen Sekretär einzustellen, der diese ganzen Geschichten in seinem Sinne aufschreiben würde (Und das würden sie alle, denn sie hatten ja Angst vor ihm) damit das Ganze auch ja nie in Vergessenheit geriete.

So wartete er eine Zeit lang, bis er den geeigneten Mann fand: So ein Israelitischer Typ, den es irgendwann nach ägypten verschlagen hatte, schien doch genau der Richtige zu sein. Irgendwie hatte der eh was depressives an sich und diese Leute konnte Jack schon immer am besten um den Finger wickeln, hatte er doch schon längst die Antidepressiva, die im Rahmen des Gleichgewichtserhalts -besonders während der Zeit der Bestrafungen- wie Pilze aus dem Boden sprossen, konfisziert, denn er hatte den wirtschaftlichen bzw. theologischen Nutzen längst erkannt: Tritt sie, bis sie am Boden liegen, dann gib ihnen die Happy-Pills und sag ihnen: "Da ich komme, und Dir Dein Leiden nehme, kann es nur von Sam verursacht worden sein, denn alles andere wäre ja unlogisch, oder?" Jack wartete also, bis Moses mal wieder in die Berge zog um seine Depression so richtig auszukosten, versteckte sich in einem Dornbusch, den er sicherheitshalber vorher in Brand steckte, damit man ihn durch die Flammen und den Rauch nicht sehen konnte und wartete auf ihn. (Verstecken musste er sich, weil die Menschheit, seit sie von jenem unseligen Apfel gegessen hatte, keine Lust mehr hatte, jemandem nachzufolgen, der so aussah wie sie selbst. Und hätte er sich einfach nur unsichtbar gemacht, hätte Moses ihn bestimmt nur als Halluzination abgetan, denn leider war das Stück Apfel nicht groß genug, um den Menschen erkennen zu lassen, dass auch das, was man nicht sehen kann, trotzdem vorhanden ist.)

Moses schlenderte also seines Weges und traf auf den brennenden Busch. "Hey", dachte Moses, "hat wieder mal so ein Trottel seinen Müll einfach hier abgeworfen, dabei weiß doch jeder, dass die Scherben von leeren Bierflaschen bei der Sonneneinstralung hier oben wie ein Brennglas wirken... " ähm. Nein, das dachte Moses natürlich NICHT, aber das hätte ICH gedacht, wenn ich bei einer Bergwanderung auf einen brennenden Busch gestoßen wäre. Moses jedoch dachte: "Ui, da vorne brennt ein Busch. Na sowas. Das schau ich mir mal aus der Nähe an."
Also ging er, getrieben von der menschentypischen Neugier, wider besseren Wissens auf den brennenden Busch zu. Der Busch sprach zu ihm:"Moses, ich bin Dein Gott. Ich sehe, Du bist depressiv, aber ich habe hier eine Pille für Dich, da geht es Dir ratz-fatz besser." "Oh Herr, sagte Moses, das willst Du wirklich für mich tun? Wie kann ich mich erkenntlich zeigen?" "Nichts leichter als das. Ich hab den Vertrag schon aufgesetzt: Du arbeitest für mich als Sekretär und Mädchen für alles und ich bezahl Dich in Happy-Pillen" Bei dem Ausdruck Mädchen für alles stutzte Moses vermutlich, beschloss aber intelligenterweise, lieber nicht nachzuhaken, dass er ja ein Mann sei, denn wer konnte schon sagen, ob Jack nicht einfach mit dem Finger schnippen würde, um dieses kleine Detail dahingehend zu ändern... Und weil in diesen Tagen solche Geistesblitze und andere Erkenntnisse noch in den Genpool einflossen ist es auch heute noch so, dass die Mehrheit der Männer sich von ihrem Chef alles gefallen lassen. Sie katzbuckeln in Wirklichkeit nicht wegendes Erfolgs, der ihnen dann winkt sondern weil die Ur-Angst vor Kastration sie treibt... -Aber das gehört ja jetzt wirklich nicht hierher.

Moses unterschrieb also den Vertrag. Und Jack freute sich, denn er hatte nun einen ... ...äh... Mitarbeiter gefunden, dem er sein Lebenswerk diktieren konnte. Also diktierte er Moses zunächst mal seine Version der Schöpfungsgeschichte -Musste ja nicht jeder wissen, wie es wirklich gewesen war. Die Story mit dem Apfel hätte er ja gern unterschlagen, jedoch stellte Moses natürlich die Frage, warum er so einen Knubbel im Hals hat und Frauen nicht. Also wurde auch die Geschichte, so gut es eben ging, verdreht und mit ins Buch geschrieben. Jack konnte nur hoffen, dass der Apfel klein genug war, dass sich die Menschheit nie fragen würde, was das alles eigentlich wirklich sollte und warum Gott so gelegen dran war, dass die Menschheit ohne Erkenntnis lebte.
Einige hundert Seiten später war Jack endlich am alles entscheidenden Punkt angelangt: Jetzt endlich konnte er seinen Geniestreich vollenden: Er diktierte die Apokalypse. Damit würde er die Menschheit ein für allemal gefügig machen! Außerdem hatten die Leute es endlich schwarz auf weiß: Sam ist der BöSE! Jawoll!

Was aber tat Sam inzwischen? Er hatte die Leute, die er vor der Sintflut gerettet hatte, großzügig über die Erde verteilt. Schön weit weg, außerhalb des Gebietes, auf das Jack sein Hauptaugenmerk gerichtet hatte. (Sam besaß, wie schon gesagt, eben einfach mehr Weitblick als sein Kollege) Sam lies den Menschen die freie Entscheidung, was sie denken und glauben wollten. So hatte man weniger Arbeit und auch noch gute Unterhaltung. Unter diesem Regime erhielten die Menschen schon bald ihre Kreativität zurück und freuten sich an der Vielfalt des Lebens. Am liebsten mochte Sam die alten Griechen, weil die die besten Partys feierten, wo Sam dann auch öfter mal zum Tanzen vorbeitschaute. Zu der Zeit hatte er/sie ein Faible für´s Animalische entwickelt und trat also öfter mal als Wesen halb Mensch, halb Ziegenbock auf den Plan. Weil er aber so hübsch flöten konnte, hatte er schon bald einen Fanclub. Auch in seiner weiblichen Gestalt lies Sams Faszination für Hörner kaum nach, also jagte sie Hirsche, um an deren Geweih zu kommen. Auch heute noch hängen sich die Leute das erjagte Geweih ins Wohnzimmer. Da es aber nicht so viele Hirsche gibt, gab Sam, die vollstes Mitgefühl mit allen Frauen hatte, die sich kein Geweih erjagen konnten oder wollten, die Kunst des Tätowierens. So konnte sich jede Frau, die gern ein Geweih haben wollte, eines auf den -äh- "verlängerten Rücken" tätowieren lassen. (Demnach finden sich die Ursprünge des heutigen sogenannten "Arschgeweihs" also in der Antike... Sorry, ich schweife ab, aber das MUSSTE einfach mal gesagt werden...)
Also Sam schob weiterhin eine ruhige Kugel und dachte: "Die paar armseligen Gestalten, die unter meinem Widersacher so leiden müssen, kann ich doch nicht auchnoch retten, hm? Am besten, jeder kümmert sich um seine eigenen Leute und lässt den anderen in Ruhe."
Aber da hatte Sam die Rechnung ohne Jack gemacht, denn Jack bekam natürlich irgendwann Wind von der Sache und beschloss, dass es einfach nicht angehen konnte, dass es Leute gab, die glücklich und zufrieden waren und obendrein noch Samanisten!!!

Er schickte Moses auf eine Bergtour, wo er ihn nötigte, 10 Sätze in Steintafeln (Kein Pergament, denn die Tafeln dienten gleichsam als "schlagkräftiges Argument" wenn einer die darauf geschriebenen Gesetze missachtete) zu meißeln, damit ein für allemal geklärt war, was der Mensch tun darf und was nicht. (Hey, so ziemlich das einzig sinnvolle, was Jack jemals auf die Beine gestellt hat) Eine Zeit lang lief das ganz gut und Jack beschloss, mal wieder ein Äönchen oder zwei zu dösen, denn ein Nickerchen hatte er sich doch verdient.

- Doch dann fielen die Heiden in sein gelobtes Land ein und verbreiteten Zufriedenheit, Sicherheit, Aquädukt und Kanalisation (Danke, Monty Python´s !!!) und die Menschen fanden das richtig gut. Jack konnte natürlich nicht riskieren, dass seine gut erzogenen Juden auf die Gegenseite wechselten, also startete er -mal wieder- eine großflächige PR-Campagne und stattete dazu Maria einen Besuch ab.Und was DANN geschah, ist ja hinlänglich bekannt.

Was allerdings weniger bekannt ist, ist, dass Jesus in Wirklichkeit ein Doppelagent war. Irgendwann war ihm die PR-Arbeit allerdings zu viel und da er nicht so einfach kündigen konnte, täuschte er, zusammen mit Sam, seinen Tod vor und setzte sich dann nach Großbritannien ab, denn in diesem Gottverlassenen Ödland würde Jack ihn bestimmt nicht vermuten. Außerdem hatte das Land genügend Sümpfe und Nebel, um sich darin zu verstecken, sollte Jack doch mal auf die Idee kommen, dort nach Jesus zu suchen!

-THE END-
An dieser Stelle war das ursprüngliche Posting zu Ende. Ich habe dann ein Paar Tage später auf vielfachen Wunsch hin eine Fortsetzung verfasst:



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Doppelagent J. in England
Auf Wunsch einer lieben Mithexe kommt hier nun die Fortsetzung von Sam and Jack: "Agent J. goes Britain"

Vorgeschichte:
Im ewigen Clinch zwischen Sam und Jack hatte Jack die glorreiche Idee (Glorreich, weil alles, was von ihm kam, glorreich war) einen Agenten auf die Welt zu schicken, um alle Menschen davon zu überzeugen, dass er garnicht so gemein und rachsüchtig ist, wie es sein erster Sekretär noch geschrieben hatte. Er hatte nämlich gemerkt, dass es an der Zeit war, das strenge regime etwas zu lockern, nachdem nun doch so einige seiner Anhänger zu Sam gewechselt hatten,... Also verwandelte er sich in eine Taube und schwängerte eine Frau namens Mary, nachdem diese ein Geheimhaltungsdokument unterzeichnet hatte. Weil sie nach Jacks eigenem Gesetz aber als unverheiratete Frau keine Kinder haben sollte, mußte er alles nach einer jungfräulichen Geburt aussehen lassen, was ihm als Gott ja nicht schwer fiel. Dann wurde sie noch schnell mit dem Zimmermann Sepp verkuppelt, damit ein Vater greifbar war, falls sie mit der Story von der jungfräulichen Geburt nicht durchkommen sollten. Mary hatte neben dem Dokument auch einen Erziehungsvertrag unterschrieben, der dafür sorgte, dass ihr Sohn schon als Kind alles nötige Wissen erhielt, das er später als Agent brauchen würde, doch hatte sie Jack verschwiegen, dass sie des Lesens und Schreibens mächtig war und so war das Dokument, was sie mit XXX unterzeichnete, natürlich ungültig.
Als gebildete Frau war sie natürlich ein großer Fan von Sam, der ja von Anfang an auf der Seite der Frauen war, schon allein, weil sein Widersacher sich so machohaft benahm. dass das Kind ein Junge werden würde, konnte leider nicht mehr verhindert werden, aber Sam gab dem Kind noch ein gutes Quäntchen Frauenfeeling mit, sodass Marys Sohn ein Frauenversteher und Männerfreund wurde. (Daher kommt wohl der Ausspruch "bissi Bi schadet nie") Außerdem teilte er Mary noch seine Pläne mit: Jay, so sollte der Sohn genannt werden, sollte als Doppelagent ausgebildet werden. Dann wurde noch ein Code vereinbart, damit J. es nicht verpennen konnte, wenn die Zeit zum Handeln gekommen war.

Eines schönen Tages, J. brauchte mal wieder eine Auszeit von seinen Jüngern, zog er sich mal wieder für ein, zwei Monate in die Wüste zurück, um zu fasten... (Fasten heißt verzichten und auf die ewige Nörgelei seiner Jünger konnte er gut und gern mal verzichten) Da erschien ihm ein gutgekleideter Herr im schwarzen Business-Anzug und sagte: "Sprich, dass diese Steine Brot werden(Matth.4,3)" Jay horchte auf. Das war der Codesatz, den ihm seine Mutter mit dem Rohrstock eingebleut hatte, als er noch ganz klein war. Er antwortete: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein(Matth.4,4)" Daraufhin beamte Sam Jay auf das Dach des Tempels, denn dort würde Jack die beiden nicht vermuten und besprach mit J. das weitere Vorgehen. J. zog also nach Kapernaum und predigte dort: "Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen(Matth.4,16)" Was er damit meinte war: Sam, der auch bekannt ist als Lutz, der Lichtbringer, hat Euch schon damals die Erkenntnis gebracht, und denen, die laut Jack in der Hölle (am Ort des Todes) schmurgeln, ist dabei wohl das ein oder andere Licht aufgegangen. Also überlegt mal, was Ihr eigentlich wollt und schließt Euch Sam an... (Ganz so offen konnte er das nicht sagen, aber allein mit dieser Aussage hätte er sich wohl bei seinem Daddy ziemlich in die Nesseln setzen können, wenn der denn verstanden hätte, worum es dabei eigentlich ging...)
Trotzdem ging das ewige Geheuchel J. bald tierisch auf den Keks und so fing er schon damals an, seinen Abschied zu inszenieren. Die Geschichte ist ja hinlänglich bekannt, kommen wir also zum Wesentlichen:
J. hing da also am Kreuz, was ihm nicht viel ausmachte, da er vom letzten Abendmahl noch ein paar Space-Cookies und Mohnbrötchen übrig hatte... Die hat er sich dann gemächlich vorher reingezogen um mal so richtig abhängen zu können... Dann hat man ihn abgehängt, im Glauben, er sei tot, und in sein Grab gebracht. Dort hat dann Sam den Rest erledigt. J. wurde, nachdem er drei Tage lang seinen Rausch ausgeschlafen hatte, von Sam geweckt und nach England verschifft.

Auf der Insel angekommen, wurde er sogleich von Sams Kontaktmännern in Empfang genommen. Bei den Druiden fühlte sich J. sogleich wohl, durfte er doch da den ganzen Tag in Frauenkleidern rumlaufen. Außerdem hatte er endlich Kollegen gefunden, mit denen er sich über alternative Heilmethoden austauschen konnte. Als er dann alt und gebrechlich zu werden drohte, zog er sich auf seinen Altersruhesitz zurück, den Sam ihm beschafft hatte. Es war der Teil des Gartens Eden, auf dem der besagte Apfelbaum stand. Jack wollte diesen Teil nicht mehr, so konnte Sam ihn günstig erwerben (sozusagen für nen Appel und ein Ei, wobei Jack von äpfeln nichts mehr wissen wollte und dankend verzichtete und sich mit dem Ei begnügte.) Den Apfel, den Jack nicht wollte, aß J. und pflanzte die Körnchen ein und ließ sie wachsen. Diese Insel ist unter dem Namen Avalon bekannt und die vielgerühmten Apfelbäume auf Avalon sind nichts anderes, als die Nachkommen jenes berühmten Apfelbaums, der seinerzeit der Frau die Erkenntnis gab, dass .... aber das war eine andere Geschichte! :-)




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